PPP Lippe

Straßenerhaltung der Kreisstraßen Lippe

Die Verkehrsinfrastruktur der Kommunen leidet noch stärker unter leeren öffentlichen Kassen als die Landes- und Bundesstraßen. Notwendige Investitionen in Neubau und Erhalt der Straßen bleiben deshalb häufig auf der Strecke. Die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Partnern aus der Wirtschaft auf PPP-Basis kann helfen, diesen Investitionsstau aufzulösen.


In Deutschland einzigartig ist das „Straßenprojekt Lippe“, das erste PPP-Projekt, bei dem ein privates Unternehmen kommunale Verkehrswege baut und für 25 Jahre erhält. Vertragspartner sind der Kreis Lippe in Ostwestfalen und die Eiffage-Gesellschaften Heinrich Walter Bau und Wittfeld, gebündelt in der Eiffage Infra-OWL GmbH. Während der Kreis weiterhin für den Betrieb der Straßen zuständig ist, kümmern sich die Eiffage-Unternehmen um sämtliche Bauleistungen. Sie erhalten die Substanz und beheben beispielsweise Abnutzungs- und Witterungsschäden.


Vorteile: Der Kreis spart Folgekosten, weil der Straßenzustand nachhaltig verbessert wird; den Bürgern stehen funktionierende und sichere Wege zur Verfügung. Für Konzept und Partnerschaft zeichnete der Bundesverband für Public-Private-Partnership die Projektbeteiligten mit dem PPP-Innovationspreis 2010 aus.

 

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Aufgaben Eiffage Infra-OWL als privater Partner Aufgaben Kreis Lippe als öffentlicher Partner

Straßenerhaltung = Ausbau und Erneuerung des Kreisstraßennetzes mit:

 

  • 435 Kilometern Straßen: Fahrbahnen, Ober- und Unterbau
  • 2,5 Millionen Quadratmetern Baugrund bis 1,20 Meter Tiefe
  • 124 Kilometern Geh- und Radwege
  • 96 Ingenieurbauwerken
  • 1.273 Durchlässen
  • 1 Million Quadratmetern Bankettfläche
  • 6.000 Schächten und Abläufen
  • 1.150 Kilometern Markierung

Straßenbetrieb mit

  • Grünpflege
  • Wartung der Straßenausstattung
  • Reinigung
  • Winterdienst
  • Kontrolle und Überwachung für Verkehrssicherheit


Erhaltungskonzept Eiffage Infra-OWL für die Kreisstraßen Lippe

Im Kreis Lippe, wo 2008 – vor Beginn des PPP-Vertrages – noch 44 Prozent der Kreisstraßen in mangelhaftem Zustand waren, sind bis 2014 bereits 234 Kilometer Straße inklusive 32 Brücken und 690 Kilometer Markierung in 198 Einzelmaßnahmen erneuert worden. Das entspricht 54 Prozent des Gesamtnetzes. (siehe Nachricht vom Mai 2014)

 

Überprüfung und Auswertung des Straßennetzes in Bezug auf mittels Ziel
  • Geometrie und Aufbau der Straßen
  • Verkehrsbelastung
  • Radwege und sonstige verbundene Einrichtungen
  • Fotos, Videoinspektion
  • Georadaruntersuchung
  • Bohrkernuntersuchung
  • Ableitung von Erhaltungsmaßnahmen
  • Qualität des Straßenzustands erhöhen und über das gesamte Kreisstraßennetz konstant halten
  • Entwicklung eines Pavement-Management-Systems in technischer Pionierarbeit für kommunale Straßen

 

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